Artischocken
Die Artischocke ist ein beliebtes Blütengemüse.
In den Mittelmeerländern wie Spanien und Frankreich ist sie ein gängiges Nahrungsmittel, welches saisonal oft auf den Tisch kommt.
Bei uns gilt die Artischocke als Delikatesse und ist recht hochpreisig, dabei ist sie so einfach im Garten an zu bauen. Es bedarf lediglich eines sonnigen Platzes.
Wer einmal die eigenen Artischocken gekostet hat, möchte nie wieder welche aus der Dose essen müssen.
Geschichte und Botanik der Artischocke
Die Artischocke, botanisch Cynara scolymus, gehört zu den Korblühern.
Sie ist ein Diestelgewächs und ist züchterisch aus der Cardy entstanden.
Sie wurde bereits schon im ersten Jahrhundert vor Christus in griechischen Heilpflanzenbüchern erwähnt.
Durch Araber ist sie nach Europa gelangt. Bei den Römern war sie als delikates Gemüse sehr geschätzt und es konnten sich nur Reich leisten, in ihren Genuss zu kommen.
Ein Siegeszug führte die Artischocke im 15. Jahrhundert, als in Frankeich, Italien und Spanien Artischocken großflächig angebaut wurden.
In der Mitte des 16. Jahrhundert erreichte sie England und weitere 100 Jahre später Deutschland.
Artischocken galten zu jener Zeit als teures Gemüse und wurden nur vom Adel und reichen Bürgern gegessen.
Im 19. Jahrhundert geriet die Artischocke in Vergessenheit. Sie war unmodern geworden.
Neu für die Küche entdeckt hat man sie um 1925 in Frankreich. Seitdem wird sie wieder in den Mittelmeerländern angebaut.
Kulinarisches
Die Artischocke gehört zu den Blütengemüsen. Man isst also die Blüte, in diesem Fall den Blütenboden und das obere Stielende.
Bevor die Artischocke ihre schönen violetten Blüten zeigt, wird der gesamte Blütenkopf von Stängel getrennt.
Dabei ist es ratsam, Handschuhe zu tragen, denn die Enden der Hüllblätter sind spitz und scharf.
Man kann diese mit einem scharfen Messer abtrennen, um weitere Verletzungen zu vermeiden.
Im Kühlschrank sind die so behandelten Artischocken etwa eine Woche haltbar.
Die Zubereitung ist einfach. Man legt die ganzen Artischocken in kochendes Salzwasser und lässt sie etwa 20 Minuten garen.
Sobald der Blütenboden sich mit einer Gaben leicht einstechen lässt, sind sie gar. Als leichtes Mittag- oder Abendessen reichen 2 Artischocken pro Person.
Besonders delikat zusammen mit frischem Brot und einer Vinaigrette aus Olivenöl, Balsamico und frischen Kräutern.
Die Hüllblättern der gegarten Artischocke werden wie bei einem Gänseblümchen gezupft und in die Vinaigrette getaucht.
Man isst nun den weichen unteren Teil. Sie habe ein köstliches nussiges, leicht bitteres Aroma, welches sehr appetitanregend ist.